Allgemein


Jahresrückblick 2012: Netzpolitik in Österreich. Für den Jahresrückblick 2012 von Netzpolitik.org, hier gesamt als PDF.

futurezone.at: Überwachung: “Selbstzensur ist keine Antwort”

Finally the video of the Queer Geeks Panel at 28c3 is out!

This panel discussion was about the situation of queer people within the hacker and nerd community, a very important and under-reported subject. We first did a show like this for signal radio on the 4th Chaos Communication Camp back in 2011 and rejoined later that year at the 28th Chaos Communication Congress. With me were Mitch Altman, Fabienne SerriereJimmie P Rodgers, Willow BrughStephan Urbach, Lisa (Video-Angel on the 28c3), Rubin Starset and many others from the audience. On the decks was my dear friend Koen Martens and thanks to Matthias Preuß for the recording and post-production.

My moderation was mostly targeted at the radio listeners, at the time I wasn’t aware that there will be a video recording at all. I hope everything is understandable and the discussion is interesting for you!

In dieser Woche haben wir die Vorratsdatenspeicherung mal ruhen gelassen und uns dem Thema ACTA gewidmet. Normalerweise nehme ich mir nicht die Zeit den Netzaktivismus Alltag hier zu dokumentieren, aber diese Woche außerordentlich viel Medienproduktion dabei war, will ich euch diese Inhalte nicht vorenthalten.

Am Dienstag war ich zu Gast bei einer ACTA Diskussion von Neuwal gemeinsam mit Michael Bauer vom Verein für Internet Benutzer Österreich (Vibe.at), Marco Schreuder von den Grünen, Hans Zeger von der ARGE Daten und Gerhard Ruiss von der IG Autoren und der Kampagne Kunsthatrecht. Moderiert wurde die Diskussion von Dominik Leitner und Dieter Zirnig.

Am Tag darauf hatte ich eine Live Radio Sendung bei Radio Orange über das Thema ACTA. Mein Gast war Markus Stoff von der Initiative für Netzfreiheit.


Direkt Download mp3
Freitag veranstalteten wir ein Pressehintergrundgespräch gemeinsam mit dem unabhängigen EU Parlamentarier Martin Ehrenhauser, wiederrum Marco Schreuder von den Grünen und abermals Markus Stoff von der Initiative für Netzfreiheit.

Kurzfassung:

Langfassung:

UPDATE:
Fm4 Beitrag zu ACTA

UPDATE-2:
Es gibt auch ein tolles Video von der ACTA Demonstration in Wien. Überraschend wurde ich gebeten die Moderation der Kundgebung vor dem Parlament zu übernehmen. Ich bin nicht ganz glücklich mit dem was ich gesagt und nicht gesagt habe, viele Leute fanden es aber okay.

UPDATE-3:
Das Interview für Associated Press hat es zu Euronews in einen Beitrag gebracht.

UPDATE-4:
Hackerspaces Signal Nr. 04 zu ACTA mit Markus Stoff von INF vom 8. Februar 2012

UPDATE-5:
Live Studiogespräch im ORF in der Sendung Konkret zum Thema ACTA vom 21. Februar 2012.

UPDATE-6:
ORF Radio Wien Beitrag übe die ACTA Demonstration am 25. Februar 2012. Aufgenommen am Fr, 24. Februar 2012.

Hackerspaces Signal Nr. 04 zu ACTA mit Markus Stoff von INF vom 8. Februar 2012

Im Oktober 2011 haben wir das erste Podcast BarCamp Österreichs veranstaltet.

An 2 Tagen haben sich um die 35 Podcast-Enthusiasten im Sektor5 eingefunden um ihre Ziele, Erfahrungen, Zugänge und Faszination rund um das Medium Podcast auszutauschen. Um einen Eindruck von diesem Event zu geben, werden wir bald die Audio-Aufnahmen mehrerer Vorträge online stellen.
An dieser Stelle danke ich besonders an meine zwei Co-Organisatoren Pepi Zawodsky und Daniel Meßner und unserem Host Sektor5 für die großartige Gastfreundschaft!

Nun ist es aber mit einem Event nicht getan, denn obwohl sich die österreichische Podcasts Szene recht regelmäßig zu hören bekommt, fehlt es an persönlichem Austausch. Deshalb versuchen wir die Institution eines Stammtisches zu nutzen und ein monatliches Treffen zu etablieren.

Die ersten drei Termine:

  • 16. November 2011
  • 14. Dezember 2011
  • 18. Jänner 2012

(jeweils 19:00 im WerkzeugH)

Für weitere Infos folgt dem Twitter Account @podcastcamp und tragt euch ein in diesen Doodle.

Update: Im Rahmen des BarCamps haben wir eine Sammlung aller österreichischer Podcasts erstellt.

Update-2: Das Experiment ist geglückt! Wir bleiben – bis auf Widerruf – weiter bei jedem dritten Mittwoch im Monat im WerkzeugH.

At the Chaos Communication Camp I did a show about Queer Geeks to which the response has been overwhelming. I wanted to include this piece here as well, because the discussion about follow-up projects is still going on. So far there is nothing to name or link to, but if you want to get involved and join the discussion write me a mail on tom@<domainofthissite>.eu.

Am 28. April wurde die Vorratsdatenspeicherung im österreichischen Parlament beschlossen. Ich war vor Ort mit Manfred Krejcik, unserem netwatcher. Es wurde hitzig diskutiert und man hörte erstaunlich gute Argumente von der Opposition, das unvermeidliche Ergebnis der Abstimmung kam dann allerdings, wie zu erwarten, 110:67 für die Umsetzung der EU-Richtlinie.

Klare Empfehlung für alle wirklich interessierten, ist sich die original Debatte anzusehen (Teil1 und Teil2). Ein Teil davon wurde vom ORF Übertragen. Bei dem eigentlichen Tagesordnungspunkt und der Abstimmung, waren Manfred und ich allerdings fast die einzigen Journalisten auf den Presserängen.

Highlight war allerdings die Taalk Diskussion am Abend besagten Tages, mit Christof Tschohl vom Ludwig Bolzmann Institut, Peter Gildemeister von der Staatsanwaltschaft, Erich Moechel von FM4/FuZo und q/uintessenz, Michael Kafka von der DeepSec und Dr. Lederbauer, unseren Menschenrechtsexperten.

Feedback war bisher durchwegs positiv, auch vom Standard.

Ich schreibe diesen Text um Verständnis für WikiLeaks bei einigen Journalisten zu wecken. Insbesondere Journalisten von Medien, die ich eigentlich als extrem wichtig und kritisch erachte.

“Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.”
Hackerethik
nach Wau Holland, Chaos Computer Club

WikiLeaks wollte Journalismus niemals ablösen, sondern ihn nur dazu bringen seine Aufgabe wieder ordentlich zu erfüllen. Investigativer Journalismus ist teuer, der Falter weiß das am Besten! Wikileaks will die finanziellen und rechtlichen Hürden für die Veröffentlichung geheimer Dokumente, an denen öffentliches Interesse besteht, für die Journalisten abnehmen. Jedoch hatte das Projekt in seiner ursprünglichen Konzeption keine Präferenz für die Rolle des Vermittlers und wollte auch keine Interpretation liefern. So hat es Daniel Domscheit-Berg zumindest noch 2009 dargestellt auf einem Congress des CCC.

Mit der Cablegate exklusiv Veröffentlichung durch ausgewählte Zeitungen (The Guardian, Le Monde, El Pais, Der Spiegel und im Nachhinein New York Times) sind sie davon eindeutig abgegangen. Hier wäre auch zu fragen wieso gerade Al Jazeera nicht vorab alle 250.000 Depeschen bekam. Vieles liegt in der Medienlandschaft im argen, auch das weiß der Falter. Die Macht- und Besitzverhältnisse vieler Medien verhindern objektive Berichterstattung. Vorauseilender Gehorsam ist in vielen Redaktionen nichts Neues. Und ich rede jetzt hier nicht von Blattlinie, ob eine Zeitung eher links oder rechts ist, sondern Einfluss durch Werbefinanzierung oder der Angst die Möglichkeit zu verlieren Interviews mit Spitzenpolitikern zu bekommen.

Der Background von WikiLeaks ist in der Hackerszene, wie man es an der Strafakte von Assagen und der Nähe von Daniel Domscheit-Berg zum CCC erkennen kann. Daher kommt auch der Ansatz Probleme in der Gesellschaft zu identifizieren und nach praktischen Lösungen zu suchen. Das Problem ist in diesem Fall ein Ungleichgewicht im Zugang zu Informationen in der Gesellschaft und vermutete Verschwörungen in der Regierung oder in großen Konzernen. In der Dokumention WikiRebels des schwedischen Rundfunks und dem Text von Assange Conspiracy as Governence zeigt sich was die Gründe waren das Projekt zu starten und mit Ansätzen aus der Hackerkultur Probleme in der vierten Macht im Staat zu lösen.

Es ist die Aufgabe der Medien an dieser Stelle Informationen zu verdichten, verständlich zu machen und wieder als Korrektiv in der Machtverteilung zu wirken. Ansonsten werden solche Projekte wie operationleakspin.org mehr Zulauf gewinnen und versuchen diese Aufgabe zu erfüllen.

Der Aktuelle Infowar ist zu einem Infrastruktur Kampf geworden. Rechtlich ist es immer noch unklar ob das, was Wikileaks tut, überhaupt illegal ist, zumindest in der CableGate Affäre tun sich die Amerikaner schwer darin rechtliche Handhabe gegen Assange zu bekommen. Angriffsvektor sind deshalb Bezahlsysteme (PayPal, Mastercard, Visa) und Serverinfrastruktur (Amazon S3). Die DDOS-Angriffe auf diese Firmen wurden übrigens auch von Hackerorganisationen verurteilt.

Aus allem gesagten ergibt sich für mich die Notwendigkeit weiter über diese Sache informiert zu bleiben, mit Leuten darüber zu diskutieren, offenzulegen woher ich meine Informationen über diese Sache habe und zu versuchen zu vermitteln. Kurz gefasst: informierte ausgewogene Berichterstattung.

Links:

In dieser Woche jährt sich zum ersten Mal die AudiMax-Besetzung und der Beginn der europaweiten (und teilweise weltweiten) #unibrennt Proteste und Hörsaalbesetzungen. Die Zeichen für ein Wiederaufflammen der Proteste stehen gut. Es gibt in breiten Teilen der Bevölkerung Unzufriedenheit mit dem Fortschreitenden Abbau von Bildung und Sozialstaat, dem Missmanagement der Krise und in Österreich paart sich dies mit einer Solidaritätsbewegung gegen unmenschliches Bleiberecht und der Inhaftierung und Abschiebung von zwei 9 jährigen Zwillingen (siehe Petition gegen-unrecht.at die zu diesem Zeitpunkt gerade knapp über 50.000 Unterzeichner hat).

Ein Wehrmutstropfen ist für mich jetzt schon der Charakter von verordneten Proteste durch die Rektorenkonferenz. Schließlich wurde zu der Vollversammlung am Dienstag ja offiziell eingeladen und alle wurden für diese Zeit freigestellt. Während der Proteste habe ich oft die Unterstützung der Rektoren vermisst, schließlich wäre es in ihrem Interesse die politische Diskussion um die Ausfinanzierung der Bildung mit der notwendigen Öffentlichkeit und Unterstützung zu führen. Dies scheint jetzt ja auch langsam zu passieren bzw. aufgrund der baldigen Notwendigkeit Studienfächer auszusetzten (wie zum Beispiel auch meine Studienrichtung die Kultur- und Sozialanthropologie) wird es erzwungen. Aber wieso erst jetzt?
Es waren einige Wahlen im vergangen Jahr und es wurde viel über soziale Gerechtigkeit gesprochen. Aber nun ist die nächste Volksentscheidung wieder zwei Jahre entfernt und die Regierung ist sich ihrer Macht im Moment so sicher, dass sogar wieder über Finanzen gesprochen wird. Im Moment ist das einzige Druckmittel wieder die Zivilbevölkerung und der gesunde Menschenverstand derjenigen, die von Berufswegen her einen solchen noch Verwenden dürfen.

Gleichzeitig kenne ich aber auch den Unwillen vieler Studierenden wieder in Ausweisquartieren Lehrveranstaltungen abzuhalten und mit ihrem Studium nicht weiter zu kommen. Wir sind schließlich auch Kinder unserer Zeit… Diese Balance wird sich erst finden müssen und es ist definitv niemandem geholfen wenn die neuen Proteste wieder durch eine ideologische Instrumentalisierung und viel zu mühsame Basisdemokratie die Sinnfrage bei den eigenen Unterstützern aufwerfen.

Sehr spannend fand ich das Konzept der Guerillia Proteste. Die Idee kam mir und sicherlich auch anderen bei der Besetztung des Hörsaals 1 im NIG am 10. März 2010 und der kurzzeitigen Besetzung des AudiMax am 10. Mai 2010 nach der Besetzung des Rektorats. Prestigeträchtige Objekte für kurze Zeit besetzten, dort ein Plenum abhalten und vor dem Eintritt der Räumung freiwillig das Feld räumen. Gemeinsam mit dezentraler inhaltlicher Arbeit und medialer Unterstützung, lässt sich so ein politischer Druck bei den anstehenden Debatten um das Universitätsbudget aufrecht erhalten ohne all die negativen Konsequenzen einer permanenten Besetzung zu haben.

Vielleicht ist aber auch endgültig eine Dezentralisierung der Bewegung die beste Lösung. Den Namen #unibrennt kann jede_r für sich beanspruchen und mit Ausnahme weniger, sehr intransparenter Arbeitsgruppen gab es nur das Plenum als zentrales Steuerungsorgan.

Spätestens wenn es zu Verhandlungen kommt, wird die Frage nach legitimierten Entscheidungen sich aber nicht mehr hinauszögern lassen. Liquid Democracy sehe ich da immer noch als die beste Chance gegen versumpfende Basisdemokratie. An der Stelle beteuere ich wieder, Basisdemokratie ist eine sehr gute Form der Entscheidung, bei kleinen Gruppen. Aber bei tausenden Studierenden ist es einfach nicht mehr möglich mit einem offenen Basisdemokratischemplenum irgendetwas weiter zu bringen, das auch bestand hat.

Es wäre auch ein wirklich starkes Zeichen für die Politik und deren viel ernsthafteres Legitimierungsproblem, wenn es eine Gruppe von Studierende mit Tools wie Liquid Feedback oder Adhocracy schafft sich und ihre Entscheidungsprozesse komplett transparent und demokratisch zu organisieren.
Hier wären Piratenpartei, Metalab und alle geek- und nerdpower Österreichs gefragt, einer allein kann dieses Projekt nicht stemmen.

Es wird ein spannender Herbst und hoffentlich tut sich was!

einen Herzlichen Dank an Sebi!

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